Hinweise ersucht
Am 12. September 1986 kam es zu einem Feuer auf dem Gelände der Gesellschaft für Kernenergieverwertung in Schiffbau und Schiffahrt mbH (GKSS), über das in den Lokalmedien berichtet wurde. Zeitgleich wurde im Außenbereich des benachbarten Kernkraftwerks Krümmel eine radioaktive Belastung der Luft gemessen. Die Indizien und Beweise für diesen Unfall habe ich in einem separaten Artikel analysiert.
Ab 1990 traten in der unmittelbaren Umgebung gehäuft Leukämiefälle bei Kindern auf, in dessen Folge bald von einem Leukämiecluster Elbmarsch gesprochen wurde.
Es folgte eine beispiellose Serie von Vertuschungsversuchen auf Seiten der Politik, der Staatsanwaltschaft und der Behörden. So wurden 1991, als die ersten Leukämiefälle publik wurden, die Einsatzprotokolle der Feuerwehr durch einen Brand im Archiv vernichtet, und die vom Kraftwerk Krümmel erhobenen Messdaten zur Radioaktivität wurden als natürliche Radonkontamination umgedeutet (eine Ausrede, die aus diversen Gründen nicht in Frage kommen kann). Die Expertenkommission 'Leukämie Schleswig-Holstein', die den Vorfall untersuchen sollte, warf im September 2004 das Handtuch, da sie sich in ihrer Arbeit systematisch behindert sah (weitere Details in einer Reportage des ZDF vom 8.6.2006).
Als besonders interessant stellten sich die Funde diverser Aktivistengruppen in der Umgebung der GKSS heraus, in denen wiederholt mikroskopisch kleine Kügelchen aufgetaucht waren. Die labortechnische Untersuchung an der Sacharow-Universität Minsk (mehrere deutsche Labore hatten zuvor die Analyse des Materials kategorisch abgelehnt) ergab, dass diese Kügelchen u.a. künstlich erbrütete Transurane (Plutonium, Thorium) enthalten. Solche Pac-Kügelchen wurden zunächst als Kernbrennstoff für den Kugelhaufenreaktor des Kernkraftwerks THTR-300 in Hamm hergestellt, wo sie zu Kugeln mit 6cm Durchmesser gepresst wurden. Daher kommt als Hersteller des aufgefundenen Kernmaterials womöglich die Hanauer Firma Nukem , eine RWE-Tochter, in Frage, allerdings ist das momentan hypothetisch. Update: Ein aufmerksamer Leser schickte mir das Sitzungsprotokoll des Ausschuss für Soziales, Frauen, Familie und Gesundheit, 138. Sitzung vom 12. April 2007 mit dem Vortrag Mironovs, seiner Befragung und seinen Originalfolien. Die Konsequenzen aus Mironovs Analysen sind hochgradig brisant und werden hier im Detail diskutiert.
Verschwörungstheorie?
Einen Vorfall im September 1986 hat es gegeben, denn der erwähnte Brand
mit Feuerwehreinsatz bei der GKSS wurde in der Lokalpresse erwähnt sowie von
mehreren Zeugen bestätigt. Die
Leukämiefälle sind echt und Transurane in Kügelchen fallen nicht vom Himmel
(können auch nicht vom Kernkraftwerk Krümmel, von Atombombenexplosionen
der 1950er-1960er Jahre oder gar aus Tschernobyl stammen). Die Pac-Kügelchen
lassen sich nicht mehr beseitigen oder vertuschen, sie werden auch nach Jahrzehnten
noch in der Umgebung zu finden sein, sofern jemand danach sucht. Natürlich muss
dieser Unfall von 1986 nicht notwendig mit den Leukämiefällen ab 1990 zusammenhängen;
die groteske Vernichtung der Einsatzprotokolle 1991, zeitnah mit der Publikation
der ersten Leukämiefälle, lässt diesen Zusammenhang jedoch zwingend erscheinen.
Update:
Ich habe jetzt eine weitere unabhängige Quelle ausgemacht, die den besagten
Feuerwehreinsatz attestiert und zudem den frühzeitigen Tod eines an dem
Einsatz beteiligten Feuerwehrmannes im folgenden Jahr erwähnt.
Es bleiben viele offene Fragen:
Es ist leicht, Menschen unter Druck zu setzen, die ihren Arbeitsplatz
und Lebensunterhalt in Gefahr sehen. Inzwischen dürften jedoch die
beteiligten Wissenschaftler und Ingenieure, Feuerwehrleute und Helfer
pensioniert oder in Rente sein. Sollte jemand Interesse daran haben,
bisher unbekannte Details preiszugeben (auch anonym), so möge er
sich mit mir in Verbindung setzen:
Holger Merlitz, merlitz@posteo.de
Ich werde die Informationen sammeln und ggf. davon berichten.
Zu meiner Person: Ich stamme aus der mittelbaren Umgebung
des Leukämieclusters Elbmarsch (aus Lüneburg), habe
Physik studiert und 1997 in Kernphysik promoviert.
Inzwischen bin ich als Physiker in anderen Forschungsbereichen
tätig.